Es ist vollbracht. Der Italientrip kann als voller Erfolg verbucht werden und alle Beteiligten werden sich wohl noch lange an diese Minitour erinnern.
Wir ihr auf dem Bild sehen könnt, brauchten die Touris dringend etwas Entspannung, nach 14 Stunden Busfahrt. Da der Gotthard zu dieser Zeit gesperrt war, mussten wir einen Umweg in Kauf nehmen, der die angedachte Reisezeit doch erheblich steigerte.
Egal, von drei hübschen Cheerleadern am Bus in Etschberg verabschiedet, ging es über Kaiserslautern, wo der Tross zustieg, direkt nach Piacenza. Unsere Berliner Busfahrer Lutz und Ronny entpuppten sich als nette Kerle, denen wir es aber auch nicht allzu schwer machten, da die Benimmregeln eingehalten wurden und auch keiner das Klo verstopfte.
Leider reichte es nicht mehr, um die beiden Podolski-Tore gegen Schweden live zu bejubeln, doch das störte nicht wirklich, nachdem man die Zimmer im Park Hotel besichtigte und für sehr gut befand.
Die Mannschaft nahm uns herzlich in Empfang und es musste direkt weiter zum ersten Auftrittsort gehen, der den klangvollen Namen TEMPLE OF THE DOG hatte. Der Club lag irgendwo in der Pampa, bei Pavia, hatte aber richtig Flair und man begann dem Flüssigkeitsverlust des heißen Wetters entgegen zu wirken. Besonders der Barkeeper hatte es uns angetan, der sämtliche Körperteile immer wieder mit den gleichen Eiswürfeln befeuchtete, die dann gleich in dein Bac-Cola Glas wanderten. Nun ja, andere Länder andere Sitten…
Neben uns fanden sich noch gut 50 Italiener ein, die zunächst in den Genuss von DH kamen. Unter dem Freiluftdach konnte sich leider kein anständiger Sound entwickeln, was sich auch auf die Stimmung niederschlug. Trotzdem spielten unsere Freunde natürlich ein amtliches Set und die Highlights "MASTER OF THE BRIGHT SEA", "VICTIM OF CHANGES" und "THE OATH" wurden gefeiert.
Beide Bands einigten sich auf ein 50 Minuten Set, da die Clubkonzerte in Italien erst gegen 23 Uhr beginnen und wir alle doch ziemlich fertig von der langen Fahrt waren.
legten los wie die Feuerwehr und konnten zunächst ein paar Eindruckspunkte sammeln. Schnell wurde aber klar, was die Italiener wollten. Sie wollten Coverversionen. So ließen sich die Lauterer nicht lange bitten und schmetterten mit "18 AND LIFE", "THE TROOPER" und "ACES HIGH" drei Granaten in die Menge, dass die Salami von der Pizza flog. Gut gemacht, Jungs!!!
Nach einer kurzen Nacht ging es am nächsten Morgen in die Innenstadt von Piacenza, zu einer kurzen Besichtigung, die erahnen ließ, welche kulturellen Schätze der Norden zu bieten hat.
Anschließend ging es mit dem Bus zum zweiten Auftrittsort Bagnaria, wo uns ein Mittagsmahl kredenzt wurde, für welches es sich alleine gelohnt hätte, die 14 Stunden zu fahren.
Acht verschiedene Vorspeisen, zwei Hauptspeisen und soviel Wein wie reinlief. Hinterher spendierte der Eigentümer noch Grappa und andere Voluminitäten. So kam es, dass alle nun kräftig Spaß in den Backen hatten und zum Fußballspiel (mussten) durften.
Nun, um es kurz zu machen. Es endete wie bei der WM. Wir wurden knapp besiegt. Mit 7:6 mussten wir die Segel streichen, hatten uns aber tapfer geschlagen, da die DH Jungs wahrlich tolle Spieler sind und auch in dieser Besetzung bei Kleinfeldmeisterschaften spielen. Wichtig war, dass es keine Verletzten gab und niemand in der Hitze umgefallen war, da einige bestimmt ein Fläschchen Rotwein intus hatten, ohne Grappa… Herausragend und erwähnenswert war die Katze im Tor, Carsten Kettering, der uns immer wieder im Spiel hielt.
Nach einer ausgiebigen Dusche, die uns kurz wieder zu gut riechenden Männern machte, ging es zurück zum Auftrittsort, wo eine Art Dorffest stattfand und der Sonntag im Zeichen des harten Rocks stand. Nach einer Stärkung am Grill und nach einer Maß Bier, sah die Welt wieder besser aus und gegen 22 Uhr enterten dann die Bühne. Von den circa 300 anwesenden Menschen, dürften 100 als Rockfans bezeichnet werden, doch keiner verließ das Gelände vorzeitig, sondern alle gaben sich die volle Dröhnung!

Die Lauterer hatten ihr Programm umgestellt und ließen jeweils eine Coverversion auf einen eigenen Song folgen. So konnte man durchweg punkten und die Stimmung war besonders bei der deutschen Delegation von Beginn an gigantisch. Auch einige Italiener und Italienerinnen gaben die Zurückhaltung auf und ließen die Köpfe wippen. Klarer Höhepunkt war "FEAR OF THE DARK". Hier ging es megamäßig ab und nun hätte wohl nur noch ein Manowar Cover gefehlt und einige „Italian Stallions“ wären Amok gelaufen. Bei gelaufen, muss noch erwähnt werden, dass man für die deutschen Besucher irgendwann den Bierhahn umsonst laufen ließ. Dafür ein dickes Dankeschön!
Auch der Gig von hatte heute wieder die gewohnte Magie und das Heimspiel von Basser Davide (Die Oma saß 10 Meter vor der Bühne) hätte besser nicht laufen können. Die Stimmung war prächtig und man wunderte sich auf italienischer Seite, dass es da ein paar verrückte Deutsche vor der Bühne gab, die jedes Lied mitsingen konnten. DH haben wohl von nun an Heldenstatus in der Heimat
Bei der zweiten Zugabe stürmte die Metalheads und Crew dann komplett die Bühne und es wurde nochmals herrlich gerockt.
Kurz vor der Heimfahrt versammelte sich fast alles noch zum obligatorischen Gruppenbild, dem man die Freude des vergangenen Tages gut ansehen kann.
Rückblickend war das Ganze natürlich eine äußerst kraftraubende Sache, was alleine die 28 Stunden Fahrt belegen. Doch missen möchte das Erlebnis sicherlich keiner. Alleine die Mühen der DH-Crew und die Gastfreundschaft der Menschen in Bagnaria waren den Besuch wert und sicherlich war dies auch nicht der letzte Besuch der Metalheads bei unseren italienischen Freunden.
Grazie , grazie Italia!
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