Warrior Soul Tour 2006
KAMMGARN – KAISERSLAUTERN
Die Metal Queen rief und viele, viele kamen. So könnte man den Andrang beschreiben, der in der Kammgarn herrschte.
Im Gepäck hatte dieses Mal ein Geschwader von Finnen, wobei ALTARIA als Opener einen guten Eindruck hinterließen. Ihr Melodic Metal kam live um einiges heftiger als auf CD rüber und die Reaktionen im Publikum waren durchweg gut.
Als nächstes waren SONATA ARCTICA an der Reihe, auf die ich sehr gespannt war und die einige Anhänger in den ersten Reihen hatten, was man an den Shirts deutlich erkennen konnte. Die Nordmänner spielten sich durch alle vier Scheiben und musikalisch gab es auch nichts auszusetzen. In puncto stageacting fehlte mir allerdings noch ein ganzes Stück und so kam man eher daher, wie eine Klasse auf Schulausflug. Man Leute, bewegt euch und lasst die Haare kreisen. Hitmäßig jagte allerdings ein Höhepunkt den anderen und die anwesenden Fans, dankten es den Finnen mit viel Applaus.
Nach einer angemessenen Umbaupause, in der die Spannung merklich stieg, war es dann endlich soweit. Ich weiß nicht, wie oft ich mittlerweile live gesehen habe, aber es bleibt immer etwas Besonderes, da sie sich nicht neu erfinden will und ihren Fans immer eine geballte Ladung alter Hits und neuer Ohrwürmer präsentiert.
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Die Wetten auf den Opener wurden allesamt verloren, denn die Band stieg mit "Earthshaker Rock" fulminant ein und schob dann den Standarteröffner "I Rule The Ruins" hinterher. Dass die Stimmung hier schon am kochen war, muss ich wohl nicht extra erwähnen. Im Anschluss präsentierte die Metal Queen die neue Nummer "You're my Family", die live besser knallt, wie auf Platte. Der anschließende Dreierpack "Always live to win", "Haunted Heart" und "Burning The Witches" verlangte den Fans alles ab und wer glaubte es gäbe keine Steigerung mehr, bekam dann noch "True as Steel" vor den Latz geknallt, Wahnsinn! Zeit für eine Ballade, dachten sich nicht nur die ca. 500 Anwesenden, und DORO intonierte traumhaft schön "Above the Ashes", vom neuen Album. Stimmlich ist die mittlerweile 40-Jährige besser denn je und hat eine Power auf der Bühne, die einfach unglaublich ist. Auch dem Rest der Band sah man die Spielfreude an, kein Wunder bei dem Publikum. Wer nun glaubte, eine Balladenrunde sei eingeläutet, der sah sich getäuscht, denn gleich im Anschluss befriedigte "Metal Racer" alle alten Warlock Fans und ließ die Matten kreisen.
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Nach dem Drum-Solo folgte mit "Strangers Yesterday" meine absolute Nummer eins des neuen Albums, die das Zeug zum Klassiker hat. Beim obligatorischen "Für Immer" gab es kein Halten mehr und der Saal nahm DORO die Vocals ab, Gänsehaut! Man beließ es von Seiten der Band bei zwei Balladen und feuerte den Rhein Fire Song "Bird of Fire" in die Menge, der live abgeht wie das berühmte rosa Mofa. "Fight" im Anschluss nutzte ich zur Pinkelpause, da mir der Song, als einer von wenigen, überhaupt nicht abgeht. Gerade wieder im Saal hörte man schon den Schlachtruf, der mittlerweile jedes -Konzert bestimmt und ohne den es wohl auch die nächsten 25 Jahre nicht gehen wird. Richtig, "All We Are" stand auf dem Programm und wurde aus gefühlten 3000 Kehlen mitgebrüllt. Dies bedeutete gleichzeitig das Ende des regulären Sets, doch die Band ließ sich nicht lumpen und gab einen mächtigen Zugabenteil, den die Filmhymne "Warrior Soul" einläutete. Im Anschluss wurde meine Hoffnung mit "Hellbound" erfüllt, bevor sich ein Depp in der ersten Reihe das grottige "Creep into my brains" wünschte, welches dann für das etatmäßige "Thunderspell" gespielt wurde. Da ich diesen Hammer erst im Anschluss erfuhr, als ich die Setliste in der Hand hielt, lebt der Bursche heute noch. Egal, mit einer göttlichen "Love me in black" Version und dem anschließenden Priest Cover "Breaking The Law" schien der Abend zu enden, doch Frau Pesch packte nochmals den Hammer raus und "My Majesty" bildetete den Abschluss einen tollen Konzertes! |
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Beim anschließenden Warten auf einen kurzen smalltalk mit , die sich wie immer eine gute Stunde Zeit für ihre Fans nahm, vertrieben wir uns die Zeit mit der äußerst sympathischen Crew von SONATA ARCTICA, die uns einige wichtige finnische Wörter lehrte und zudem konnten wir den Beweis antreten, dass Captain Morgan besser ein Kapitän und kein Gesöffs wäre.
Gruß noch an die beiden kultigen Fans, die dem -Body Holger den Hinweis gaben, vor dem nächsten Konzert unbedingt Bescheid zu sagen, denn sie würden wieder kommen.
Also Holger, denk dran!!
Und wir sagen:
Once again Metal Queen, see you in 2007!
(Matthias Decklar) |