Metalheads Album-Tipp Juli 2009:

CAGE - Science Of Annihilation

Vertrieb: musicbuymail

VÖ: 22.05.2009

www.cageheavymetal.com

 

Ich denke, nicht nur von mir wird die Gerechtigkeitsfrage gestellt, wenn es um CAGE, eine der besten und genialsten Bands dieses Erdballs geht. Es ist leider so, dass die Mehrzahl der Metalheads dieser Band bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt hat, was sich dringend ändern muss. Ihr letztes Album "Hell Destroyer" war für mich die beste Scheibe des Jahres 2007 und bündelte in der Qualität der Songs die besten Momente von hochkarätigen Bands wie JUDAS PRIEST oder ICED EARTH. Der sehnlichst erwartete Nachfolger hört auf den Namen "Science Of Annihilation" und muss den Beweis antreten, dass die Band um Sänger Sean Peck, das Gütesiegel "Weltklasse" auch weiterhin tragen darf. Gespannt lausche ich dem Intro "The Power That Feeds", als mich im Anschluss der Doppelpack "Planet Chrusher" und "Scarlet Witch" anspringt. Wie unglaublich dicht und gandenlos zupackend können Songs denn sein? An dieser Stelle stoppe ich das Album und lasse die beiden Nummern nochmals auf mich einprügeln un d trage hier nicht zu dick auf mit der Behauptung, dass ich in 2009 noch keine besseren Power Metal Songs gehört habe. Das Gitarrenduo Garcia/Mc Ginnis verbreitet dermaßen Kraft und Energie, dass man sich regelrecht gegen die Wand gedrückt fühlt. Hier stimmt auch im weiteren Verlauf des Albums so ziemlich alles, wobei man auch auf der Drumposition mit Norm Leggio (ex Psychotic Waltz) nichts dem Zufall überlassen hat. Im Gegensatz zum tempomäßig doch sehr abwechslungsreichen Vorgänger gehen die Amerikaner mit ihrem fünften Album keine Kompromisse ein und spielen sich, bis auf den balladesken Song "Spectre Of War", durch eine verdammt schnelle Scheibe, auf der "Speed Kills" und "Black River Falls" den Geschwindigkeitswettbewerb gewinnen und einfach wie ein Eimer kaltes Wasser ins Gesicht klatschen. Meine weiteren persönlichen Lieblinge sind das sehr originelle "Operation Overlord" und die old school Nummer "Spirit Of Vengeance". Die restlichen Nummern, unter anderem auch der T itelsong, fallen keineswegs ab, finden in dieser Besprechung aufgrund der überragenden anderen Nummern einfach keine Erwähnung, da sie "nur" wahnsinnig stark, aber nicht wahnsinnig genial sind. Lange Rede, kurzer Sinn. Die Mannen aus dem sonnigen San Diego haben wieder ein Standardwerk des Heavy Metals verbrochen, das gespickt ist mit geilen Riffs, überragendem Gesang und tollen Kompositionen. Den Fans kann nur geraten werden: Kaufen, kaufen, kaufen... und dann den Backkatalog kaufen.

Matthias Decklar

   
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