Metalheads Album-Tipp Mai 2009:

POWERWOLF - Bible Of The Beast

Label: Metal Blade

Spielzeit: 47:44 - VÖ: 24.04.2009

www.powerwolf.net

 

Dass dieses Album mit Spannung erwartet wird, ist eine glatte Untertreibung. Kaum eine Band hat sich im letzten Jahr live so in den Vordergrund gespielt wie die fünf Unheimlichen aus, ähm, nun da ranken sich ja ein paar Gerüchte, wo sie denn nun wirklich herkommen. Aber wir können stolz sein eine solche Band in Deutschland zu haben, denn POWERWOLF haben die Kunst geschafft, Härte, Melodie und Pathos grandios zu verbinden. Live sind die Mannen um Fronter Attila Dorn eine Bastion, und folgerichtig kommt nahezu kein Festival dieses Jahr ohne den Wolf aus. Nun zum Album: Das Intro ist genau so genial, wie auf den beiden Vorgängeralben und bildet die Vorhut zum ersten Brecher auf "Bible Of The Beast". Der Opener "Raise Your Fist, Evangelist" steht ganz in der Tradition solcher Hämmer wie "Saturday Satan" vom Vorgängeralbum "Lupus Dei". Weiter geht es mit "Moscow After Dark", bei dem die typischen Chöre erstmals gewaltig zum Einsatz kommen. Die Band hatte extra einen Chor aus Metalheads in die Saarbrücker Musikhochschule eingeladen, um Parts für das Album einzusingen. Ein abwechslungsreicher Song, der gut reinläuft und stellvertretend für das Mehr an Bombast auf diesem Album steht. Bei "Panic In The Pentagram" wird das Gaspedal dann wieder durchgetreten, wobei der Refrain bewusst zum Mitsingen gedrosselt wird. POWERWOLF haben es auch auf ihrem dritten Album wieder geschafft hervorragende Melodien zu schreiben, diese mit geilen Stakkato-Riffs zu unterlegen und Texte zu verfassen, die zum Mitgrölen einladen. Weitere Highlights in einem durchweg gelungenen Album, das bei der Covergestaltung sein erstes Ausrufezeichen setzt, wären das von Attila bombastisch eingeleitete "Werewolves Of Armenia", das gigantische "Resurrection By Erection" (was für ein genialer Titel), mit dem durchaus der Grand Prix zu gewinnen wäre und der Speedhammer "Seven Deadly Saints". POWERWOLF, die sich selbst glücklicherweise nicht so ernst nehmen, wie sie im dunklen Outfit erscheinen mögen, stehen bereit um das Erbe großer deutscher Bands wie GAMMA RAY oder HELLOWEEN anzutreten und müssten mit einer gut ausgewählten Tour die nächste Stufe der Karriereleiter erklimmen.

Matthias Decklar

   
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