Metalheads Album-Tipp April 2009:

INSOLITUDE - In Solitude

Label: Pure Steel Records

www.myspace.com/insolitudeheavymetal

 

Oh, die neue SAINT ist da, wäre mein erster Gedanke gewesen, hätte ich es nicht besser gewusst. INSOLITUDE klingen wie eine typische 80er Metal Band aus den Staaten und müssten ohne Zweifel mit den Jungs von OMEN oder SAINT konfirmiert worden sein. Aber, man muss hier schon hinter die Kulissen schauen und dann erstaunt erkennen, dass man es mit Jungspunden aus Schweden zu tun hat, die ihre musikalische Leidenschaft optisch und musikalisch unter dem Deckmäntelchen INSOLITUDE ausleben. Die Gitarrenarbeit zeigt zudem ein Faible für die frühen JUDAS PRIEST, also straighte Riffs mit Wiedererkennungswert. Sänger Horpner hat ganz bestimmt eine nette King Diamond Sammlung im Haus stehen, klingt er doch zeitweise wie der Dänenkönig, wenn der in seiner tiefen Stimmlage singt. Die Songtitel sprechen für sich und lassen die True Metal-Gemeinde mit einer leichten Gänsehaut zurück, denn "Witches Sabbath" oder "Temple Of The Unknown" verfehlen ihre Wirkung sicherlich nicht. Auch was das Son gwriting angeht, hat man gut im Norden Europas aufgepasst und schöne Old School-Nummern verfasst, die einfach herrlich unmodern sind, das obligatorische Solo nach dem zweiten Refrain haben und sowohl hart, aber auch melodiös sind. Das Durchschnittsalter der Band liegt bei knapp 20 Jahren, was uns zeigt, dass wir alten Säcke keine Angst vor der Zukunft haben müssen, die Jugend reift in unserem Sinne heran. Nach BULLET sind INSOLITUDE die nächste ganz dicke Überraschung aus Schweden, wo es ja bisher außer WOLF eher etwas dünn um den traditionellen Metal stand. Da auch der Sound echt retrostark rüberkommt und das Cover in seiner Einfachheit total klasse ist, empfehle ich "In Solitude" für jeden Metal-Haushalt.

Matthias Decklar

   
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