Metalheads Album-Tipp JANUAR 2009: TANKARD - Thirst AFM Records VÖ: 18.12.2008
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Es gibt wenige Bands, SAXON mal ausgenommen, die mit zunehmendem Alter immer besser werden. Waren TANKARD zu Beginn ihrer Karriere eigentlich eine reine Spaßband, ohne großen musikalischen Anspruch, so hat sich das in diesem Jahrtausend enorm gewandelt. Nach dem überragenden letzten Streich, "The Beauty And The Beer", legen die Hessen mit "Thirst" einen weiteren Knaller nach und zeigen der Konkurrenz, wo der Thrash-Hammer hängt. Zeigte man sich beim letzten Album doch oft sehr melodisch und tempomäßig im 130km-Bereich, gibt es auf "Thirst" zumeist wieder voll auf die Glocke, ohne dabei die eingängigen Mitsing-Refrains aus dem Auge zu verlieren. Der Einstiegssong "Octane Warriors" knallt gleich wie ein Sturm aus den Boxen und jeder Fan weiß, dass auf diesem Album nichts schief gehen wird. Natürlich bedient die 0,5l-Armee auch wieder alle Trinkfreunde und so dürfte die Hymne "Stay Thirsty" im Live-Repertoire künftig nie mehr fehlen. Absolute Funtexte machen "Myevilfart" (endlich der Song über den Analhusten) und "Sexy Feet Under" (Hat Gerre eine heimliche Leidenschaft?) zu Lachgranaten. Dass es bei TANKARD aber mittlerweile auch in die andere Richtung geht zeigt der Song "When Daddy Comes To Play", der das Thema Missbrauch behandelt und von Gerre in einer ungeahnten Ausdrucksstärke intoniert wird. Eine typische Abgehnummer stellt "Echoes Of War" dar, die abzischt wie eine Rakete zum Mond. Hier und nicht nur bei diesem Song, darf man die ausgezeichnete Gitarrenarbeit von Andy genießen, der die Band unheimlich nach vorne gebracht hat. Insgesamt stehen auf "Thirst" 10 Nummern, die sich einander eigentlich nichts nehmen und als Gesamtwerk eine tolle Einheit bilden. TANKARD haben wiederum ein Meisterwerk verbrochen. Darauf ein Binding und Prost!
Matthias Decklar |
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