Metalheads Album-Tipp DEZEMBER 2008:

ARCTIC FLAME - Declaration

Pure Steel Records

www.arcticflamemetal.com

 

Wenn irgendwann ein Forscher nach der Urform der Heavy Metals suchen wird, dann sollte er sich vor seinen Studien dieses Album von ARCTIC FLAME anhören und seine Arbeit könnte sich erledigt haben. Mit einer ganz dicken Gänsehaut verharre ich förmlich in Demut vor meiner Anlage, auf der sich gerade zum dritten Mal hintereinander "Declaration" abgespielt hat. Es ist mir bewusst, dass sich Tiefe und Schönheit des Materials, mir noch nicht gänzlich eröffnet hat, aber ich glaube sagen zu können, dass uns hier ein metallisches Testament eröffnet wird, welches alle Zeiten überdauern wird. Die Band aus New Jersey hatte bereits mit ihrem Debüt einen eigenen klassischen Heavy Metal Stil kreiert, der letztendlich schwer in seiner Gesamtheit zu beschreiben ist, weil er so viele Elemente auf sich vereint, diese Komplexität aber in geniale Songstrukturen umsetzt. Hier regiert die rohe Power amerikanischer Bands, wie wir sie von OMEN oder JAG PANZER kennen, vermischt mit der melodischen Aggressivität des NWOBHM, veredelt mit den bedingungslosen Gitarrenattacken, für die viele deutsche Bands in den 80ern bekannt waren. Einzelne Songs aus diesem Gesamtkunstwerk herauszunehmen grenzt fast an ein Sakrileg, denn jede Komposition ist für sich ein Kunstwerk, die hart aber zielgenau die kurze Rippe trifft. Hervorzuheben wären aber das grandiose "Lords Of The Wasteland", der mit keltischen Einflüssen garnierte Titelsong "Declaration" sowie der balladeske Rausschmeißer "Shadow Of A Broken Man". Insgesamt stehen aber acht glänzende Sterne in der vorweihnachtlichen Zeit auf dieser Scheibe. Ja, ich habe das Paradies gehört!

Matthias Decklar

   
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