Metalheads Album-Tipp November 2008:

AZMAVETH - Strong As Death

VÖ: 31.10.2008

www.myspace/azmaveth

 

Was für ein glühender, schwarzer Metallklumpen schlägt denn da aus dem fernen Puerto Rico auf europäischen Boden? AZMAVETH dürften mit diesem Debüt gehörig Staub in der Death und Black Metal-Szene aufwirbeln. Bestehend aus "Ancient Prophet" (v), "Moon Dhy" (b), "Abiel Kurios" (key) und "Raulo D Tarso" (g,d) spielen, ja zelebrieren AZMAVETH einen richtig üblen Metal, der wie ein Leopard-Panzer durch den Wald rast und alles fällt, was sich ihm in den Weg stellt. Wunderbar arrangiert, wird jeder der sechs Hassbolzen von einem Intro eingeläutet, bevor es dann furchtbar rundgeht. Der Gesang ist meistens äußerst derb, wobei es stellenweise aber auch melodisch und verständlich geht. So ein Beispiel ist das fulminante "Stigma From Hell", ein ganz räudiger Brecher, mit rabenschwarzen Lyrics. Das wütende "Master Of Light" ist eine Double Bass-Orgie, bei der die Drums bewusst im Vordergrund stehen und den Song antreiben, wie es einst beim Deutschland-Achter der Fall war. Innerorts läuft man bei diesem Bolzen stark Gefahr, die zugelassene Geschwindikeit stark zu überschreiten. Mein Liebling heißt allerdings "In The Dark Of The Rotten Soul". Dieser Kraftprotz beginnt sehr getragen und doomig und wandelt sich nach einer guten Minute zu einer Abrissbirne, der man aber auch gar nicht ausweichen kann.Meine Güte, ich war nass geschwitzt, als dieses Unwetter vorüber war. Nach den 32 Minuten (mehr Spielzeit wäre dem Genick abträglich) brauchte ich zuerst mal ein gekühltes Export, um dieses Werk gebührend zu feiern. Hier gilt nicht der Exotenbonus oder sonstwas. Freunde des extremen Metals müssen hier ein Ohr riskieren und sich kundig machen. Pflichtkauf!

Matthias Decklar

   
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