Metalheads Album-Tipp September 2008: CROM - Vengeance Pure Steel Records - VÖ: 29.08.2008
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Glücklicherweise gibt es noch Bands oder einzelne Künstler, die das Erbe des unvergessenen Quorthon hochhalten und in dessen Sinne musikalisch tätig sind. Der ehemalige DARK FORTRESS Gitarrist Walter "Crom" Grosse macht sich nach der EP "The Fallen Beauty" nun mit dem Album "Vengeance" auf die Spuren des Großmeisters und serviert ein Werk, das einfach nur begeistert. In der Tradition vom "Twilight Of The Gods" Album offenbaren sich Songs wie "Wings Of Fire" oder "The Stars Will Fall" in epischer Breite und entführen den Hörer in den Vorhof von Valhalla, wo Quorthon schon auf Grom wartet. Teilweise nur spärlich instrumentalisiert, entfalten sich "The Restless King" und "Unchain The Hero" zu Urgewalten, die lediglich mit einem Riff, einem hymnenhaften Chor und der donnernden Stimme von Crom auskommen. Gennanter ist auch für alle Instrumente, bis auf das Schlagzeug verantwortlich, auf das von Seraph eingedroschen wird. CROM könnten ohne Zweifel das Erbe des viel zu früh gegangen en Nordmanns antreten, wobei abzuwarten ist, ob auch er sich Konzerten verweigern wird. Ein besonderer Genuss ist auch der zweigeteilte Titelsong, der wie ein Wikingerangriff aus den Boxen kommt und einfach nur Atmosphäre pur ist, eine Reise durch die Weiten Skandinaviens. Hier beweist Crom auch sein außergewöhnliches Händchen für träumerische, folkloristische Melodien und starke Gitarrenarbeit. Alle Songs sind im mittleren Tempobereich angesiedelt, ohne dass dabei aber Langeweile aufkommt. In meiner Euphorie gebe ich auch zu, dass es den ein oder zwei Songs gibt, die das großartige Niveau der bereits genannten nicht ganz halten können, aber insgesamt ist das Debüt von CROM eine ganz, ganz starke Scheibe geworden, die zudem mit einem großartig gestalteten Cover daher kommt. Nicht nur BATHORY Jünger müssen hier zuschlagen, auch Fans von MAJESTY, VIRGIN STEELE und der gesamte True Metal-Bereich liegen bei "Vengeance" absolut richtig.
Matthias Decklar |
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