Metalheads Album-Tipp März 2008:

EVOLUTION - Welcome To War

 

Wer schon immer mal wissen wollte, wie METALLICA nach dem schwarzen Album hätten weiter machen sollen, dem seien EVOLUTION dringend ans Herz gelegt. Das Debüt "Dark Dreams Of Light" setzt dort an, wo Hetfield und Kollegen seinerzeit den Weg der Tugend verlassen und sich im Dickicht der musikalischen Hoffnungslosigkeit verlaufen haben. Mit dem METALLICA Vergleich werden die Ludwigshafener auch weiterhin leben müssen, doch das sollte kein Hindernis sein, bedenkt man, wie viele Einheiten die Kalifornier selbst von solchen Grottenscheiben wir "Reload" oder dem letzten Ding abgesetzt haben. Zum Glück sind EVOLUTION sich treu geblieben und präsentieren mit "Welcome To War" ein Album, das ein konsequenter und logischer Nachfolger des Erstlings ist. Der Einstieg gelingt mit dem Titeltrack mehr als standesgemäß und ich fühle mich sofort in die Stimmung versetzt, die ich von Alben wie "Ride The Lightning" her kenne. Sänger Maik Nimaier klingt ohne den geringsten Zweifel wie der kleine Bruder von James Hetfield und stellt so zwangsläufig den Hörvergleich zu meinen einstigen Göttern her. Die Gitarrenfraktion Michael Schmitt/Bert Kramp nimmt sich Hetfield/Hammett zum Vorbild, ohne sie aber billig zu kopieren, sondern durch Eigenständigkeit zu glänzen und den Songs dadurch eine besondere Brillianz zu verleihen. Im Vergleich zum Erstling ergeht sich die Band in etwas mehr Abwechslung und hat mit "Illusions Of Control" eine starke Ballade an den Schluss des Albums gestellt. Daneben gibt es allerding locker sieben Songs, die auf der "Justice For All" oder der "Black" Scheibe von METALLICA stehen könnten. Dabei tun sich besonders der Brecher "In Death We Trust" oder das melodische "Rat Race" hervor. Mit diesem Album sollten EVOLUTION die Wartezeit bis zum neuen Output der Metal Militia erträglich gestalten und wer eben auf Nummer sicher gehen und ein geiles Album erwerben will, bei dem man genau weiß, was einen erwartet, der sollte tunlichst bei EVOLUTION zugreifen. Die Ludwigshafener haben mit diesem Werk einen weiteren großen Schritt nach vorne gemacht und ich begreif es nicht, dass da kein etabliertes Label bereits zugegriffen hat. Schaut auf der Homepage vorbei, ladet euch die Songs mal runter und unterstützt eine der besten Metalbands aus Deutschland.

Matthias Decklar

   
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