Metalheads Album-Tipp November 2007:

LIQUID HORIZON - Revolutions

 

Ein ganz interessantes Konzept liegt zweiten Werk von LIQUID HORIZON zugrunde. Die vier Bandmitglieder, der im Jahre 2000 gegründeten Band aus dem Südwestdeutschen Raum, sehen ihre musikalische Wurzeln bei Bands wie SAVATAGE, VANDEN PLAS und DOKKEN. Dem kann man auch ohne Zweifel zustimmen, wobei Anspruch und Wirklichkeit auch dicht beieinander liegen. "Revolutions" ist als Konzeptalbum zu sehen und beschäftigt sich mit geschichtlichen Begebenheiten, die jeweils einen revolutionären Charakter hatten, wobei das Ergebnis des Handels unterschiedlich zu bewerten ist. Beispiele der Themenauswahl wären die Verweigerung der deutschen Soldaten, 1918 nochmals gegen die Britsche Navy auszulaufen ("Battle Entrance") oder der Versuch von Georg Elser, 1939 Adolf Hitler im Bürgerbräukeller in München zu töten ("Sacrifice"). Thematischer Höhepunkt dabei ist die Trilogie, die sich mir der Französischen Revolution beschäftigt und unterteilt wurde in "The King", "Revolution" und "System Of Terror". Ein kleiner Kritikpunkt meinerseits betrifft das Cover. Im Booklet selbst gibt es dermaßen geile Bilder, die coverwürdig wären und viel mehr Esprit und Ausstrahlung haben, als diese Schwertmami. Musikalisch ist die Musik Heavy Metal, mit Prog-Einflüssen. Die Band verfügt mit Oliver Kilthau über einen starken Sänger, der die Songs hervorragend interpretiert. Innerhalb der Lieder gibt es zahlreiche liebevolle Arrangements zu entdecken, die "Revolution" zu einem Hörerlebnis werden lassen. Das wuchtige "Freedom", das sich mit dem Spartakus-Aufstand beschäftigt und die Powerballade "Sacrifice" sind meine persönlichen Favoriten auf einem Album, das durch und durch erstklassig arrangiert ist und unbedingt eure Aufmerksamkeit verdient.

Matthias Decklar

   
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