Metalheads Album-Tipp August 2007:

IVORY NIGHT - Machine

Spielzeit: 47:51

www.ivorynight.de


Mit ihrem zweiten Album haben IVORY NIGHT einen Quantensprung vollzogen und ein Album der Extraklasse abgeliefert. „Machine“ zeigt deutlich, dass die Lauterer Szene mittlerweile mehr zu bieten hat als VANDEN PLAS. Die Band hat im letzten Jahr eine wahre Ochsentour hinter sich gebracht und hat neben den zahlreichen Gigs in Deutschland, Italien bereist und eine ausgedehnte Südamerikatour hinter sich gebracht. Welch Wunder, dass man da noch Zeit zum Songwriting gefunden hat.
Die Scheibe startet oberamtlich mit dem treibenden „Capping Day“, das man schon einige Zeit im Liveset hat und dort schon gewaltig zündete. „The Shelf“ zeigt dann die ganze Bandbreite der Band und verbindet zahlreiche musikalische Einflüsse im instrumentalen Bereich, was sich keineswegs störend auf den Song auswirkt. Der Titelsong im Anschluss ist ein toller Stampfer und steht in gleicher Reihe mit den genialen U.D.O. Titeltracks, die dieser immer wieder auf seine Alben zaubert. Der vierte Song, „Fallen Father“ ist dann IVORY NIGHT pur. Im Stile des genialen „Never Be M Frend“, vom Debüt, stellt dieser Song einen absoluten Meilenstein in der Bandhistorie dar. Mit „Fallen Father“ und dem abschließenden „The End“ haben die Lauterer ihren ganz eigenen Stil gefunden, der nicht mehr ansatzweise nach SAVATAGE, MEGADETH oder GAMMA RAY klingt. Hier klingt die Band absolut eigenständig und den genannten Bands ebenbürtig. „Oblivia“ ist eine wunderschöne Gitarrenballade, bei der das Duo Fuchs/Ruby sein Können zeigen darf, wie später Basser Carsten Kettering bei „Mr. H’s BBQ“. „Charon Of Styx“ ist noch ein recht eigenwilliger Song und „Emperor“ ein absoluter Brecher, der Power pur ist.
Die instrumentale Leistung der Band ist grandios. Hier sind vier super Musiker am Werk, die superbe Songs erschaffen haben. Sänger Patrick Fuchs, der auch der ROSS THE BOSS Band sein Organ leiht, shoutet bei IVORY NIGHT völlig anders und zählt für mich zu einem der besten deutschen Metalsänger, da er wahrlich über Stimme verfügt und diese auch einsetzen kann.

Fazit: Mit „Machine“ ist IVORY NIGHT ein überragendes Heavy Metal Album gelungen, welches mit jedem Durchlauf wächst. Die Songs sind äußerst abwechslungsreich und die Scheibe bietet eine Vielfalt an interessanten Details. Der Band ist der Durchbruch sehr zu wünschen, denn hinter bekannten Größen stehen die Pfälzer in keinster Weise zurück.

Matthias Decklar

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