Metalheads CD-Tipp August 2006:

FIFTH ANGEL – FIFTH ANGEL

 

Liebe Gemeinde des harten Rocks. Der CD-Tipp für diesen Monat ist ein Re-Release, welches dankenswerter Weise von Metal Works veröffentlich wurde und schlichtweg eine der besten US-Metal Scheiben überhaupt ist.
1986 wurde dieses Meisterwerk auf LP gebannt und bietet dem geneigten Hörer alles, was man von einer traditionellen Metalscheibe erwartet.
Die Jungs, um Frontgaul Ted Pilot, Wunderdrummer Ken Mary und Ausnahmegitarrist James Byrd, die alle später an weiteren Meisterwerken diverser Bands beteiligt waren, bieten 9 Hymnen für die Ewigkeit, die auch nach 20 Jahren keinen Fan kalt lassen. Der zweite Gitarrist, Ted Archer, bildete mit Pilot und Byrd ein wahrlich magisches Songwritergespann, denen die Ideen nur so vom Instrument tropften. So entstanden zeitlose Metalsongs, die die Zeit gnadenlos gut überstanden haben.
Das Teil beginnt mit dem straighten "In The Fallout", das geprägt ist von den typischen Gitarrenduellen und Pilots Ausnahmestimme. Direkt im Anschluss lässt der Stampfer "Shoot It Out" kein Auge trocken und erinnert an grandiose DIO Songs, im Stile von "We Rock". Das hymnenhafte "Call Out The Warning" schlägt in die gleiche Kerbe und lässt einen langsam abheben und auf metallischer Welle dahingleiten, bevor wir uns dann dem überirdischen Titelsong nähern. "Fifth Angel" ist ein kompositorisches Meisterwerk und wahrlich nicht von dieser Welt. Solche Songs, bringen 99,9% aller Musiker in ihrem Leben nicht hin. Da steckt die gigantische Qualität früherer Queensryche drin, etwas Priest und viel göttliche Gabe. Normalerweise müsste es das gewesen sein, denn einen solchen Standart kannst du nicht halten. Doch die Jungs setzten mit der Powerballade "Wings Of Destiny" noch eins drauf. Für mich eine der besten Balladen, die jemals geschrieben wurde. Atmosphärisch ganz dicht, baut sich der Song auf, untermalt von Gitarre und Pilots Gesang, bis der Killerrefrain dann einsetzt und den Song auf metallischen Flügeln trägt! Großes Kino!!!
"The Night" beginnt mit einem düsteren Intro und entwickelt sich zu einem treibenden Rocker, im Stile der alten Leatherwolf. Hier war und ist der amerikanische Metal auf seinem Höhepunkt.
Überhaupt, wer die ersten beiden LEATHERWOLF oder "In The Beginning" von MALICE noch kennt und zu seinen Faves zählt, der kann erahnen, was ihn bei dieser Scheibe erwartet.
Auf Position sieben steht mit "Only The Strong Survive" der nächste Hammer, der mich wieder sehr an glorreiche DIO Tage erinnert und einfach ein geiler Metalstampfer ist. Bei "Cry Out The Fools" stehen die treibenden Gitarren wieder im Vordergrund und die perfekte Mischung von Melodie und Härte, umrahmt vom powervollen Gesang, machen diesen Song zu einem weiteren absoluten Highlight des Albums, welches sich dann leider schon seinem Ende nähert. "Fade To Flames" ist scheinbar die obligatorische Ballade am Schluss und zeigt die Band zunächst von einer sehr gefühlvollen Seite, mit akustischer Gitarre. Aber nach einer Minute ist Schluss mit lustig und auch dieser Song entwickelt sich zu einer Hymne, die mit einem absolut superben Solo garniert, einen krönenden Abschluss für dieses Jahrhundertwerk bildet.  

Beziehen könnt ihr das Teil bei AOR Heaven oder Hellion Records. Die CD hat aus heutiger Sicht nur 38 Minuten, da damals als Platte veröffentlicht und bietet auch keine zusätzlichen Songs, doch für jeden, der mal wieder etwas Besonderes sucht und nach dem Hören einfach auf Repeat drücken will, ist FIFTH ANGEL genau das Richtige.  

Fazit:
Wer auf traditionellen US-Metal, im Stile von DIO, LEATHERWOLF, MALICE oder DRIVER steht, wird bei dieser Veröffentlichung sein Glück nicht fassen können und weinend vor der Anlage stehen. Der Erstling von FIFTH ANGEL ist eine der zehn besten US-Veröffentlichungen ever und sicherlich in der Top 50 aller Metal Veröffentlichungen zu Hause. Investiert 15 Euronen für dieses göttliche Meisterwerk und dankt dem Herrn, dass ihr Ohren zum Hören habt, Amen.

(Matthias Decklar)

Zu beziehen ist das Teil über AOR HEAVEN oder Hellion Records.

 

CD-Tipp Januar  
CD-Tipp Februar  
CD-Tipp März  
CD-Tipp April  
CD-Tipp Mail  
CD-Tipp Juni  
CD-Tipp Juli  
CD-Tipp September  
CD-Tipp Oktober  
CD-Tipp November  
CD-Tipp Dezember