Gab es beispielsweise im März noch ernste Überlegungen zum Albumtipp des Monats zwischen und , so war der Juni klar wie Wassersuppe.
Die unverwüstlichen Frankfurter Biervernichter legen mit ‚The BEAUTY and the BEER' ihr neues Werk vor und schaffen es, auch im neuen Jahrtausend, absolut untrendy zu sein. Glückwunsch!
Komischerweise fällt mir bei TANKARD immer der Vergleich zu Running Wild ein. Beide Bands ziehen seit über 20 Jahren ihr Ding konsequent durch. Doch, wo es dem guten Rolf seit Jahren nicht mehr gelingt zu überzeugen, werden TANKARD in punkto Songwriting immer besser und haben hier massenweise Klassiker am Start.
Die Cover sind mittlerweile ein Markenzeichen der Hessen und auch diese kultige Zeichnung wird jeden Anhänger begeistern.
Das Album wird mit dem schnellen "Ice-Olation" eröffnet und man weiß, dass alles im grünen Bereich ist. Gerre shoutet wie eh und je und die Party kann beginnen. Mit "We Still Drink The Old Way" geht es dann auch textlich ans Eingemachte. Das wollen wir hören und zum zweiten Mal macht es Plopp am Kasten. Eins vorweg: Die gesamte Scheibe bietet bei 10 Songs keine Ausfälle oder Füller. Hier wird gemättelt, was das Zeug hält. TANKARD sind phasenweise etwas melodischer geworden, was ihnen allerdings prächtig steht. Das Gitarrenspiel von Andy ist abwechslungsreicher, harmonischer und gibt einigen Songs dadurch auch eine griffigere Note. Rund um Frankfurt (und nicht nur dort), wird der Überhammer "Frankfurt: We Need More Beer" für ausverkaufte Kneipen und Schädelweh sorgen. Mein Favorit ist eindeutig "Metaltometal" , der mit allen anderen Musikrichtungen aufräumt und klarstellt, was wahre Mucke ist. Bei "Dirty Digger" zeigt man sich sehr sozialkritisch und weicht vom üblichen Textschema deutlich ab. Bei "Rockstars No 1" darf gewinkert werden, aber auch die Halsmuskeln werden, wie immer, tierisch beansprucht.
Der Titelsong "The Beauty And The Beer" , von dem es auch eine Videoversion gibt (gedreht im Whirlpool…), wird jede Metaldisko zum Kochen bringen und jeder Homeparty den nötigen Drive verleihen.
Also noch mal, wer auf schnelle, speedige Metalsongs steht, die einen griffigen Refrain haben und wer ohne große musikalische Schnörkel auskommt, erhält hier die Vollbedienung. Für mich das beste Tankard Album ever!
Fazit:
Die neue TANKARD wird der Band viele neue Freunde schenken und gerade die jüngeren Metalfans, die momentan nachwachsen, werden die Band für sich entdecken und langsam beginnen, den Backkatalog zu sammeln. Bleibt am Ende nur noch zu sagen: TANKARD– we need more metal!
(Matthias Decklar)
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